Diversität

Umfrage zur Mehrsprachigkeit an der CAU

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„In Deutschland spricht man Deutsch“ – das ist zwar richtig, beschreibt die sprachliche Wirklichkeit hierzulande aber nur zum Teil. Gerade in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskussion um Flucht und Zuwanderung kommt die Verwendung anderer Sprachen als Deutsch vor allem als ein Problem vor, eine Barriere für gelungene Integration, die überwunden werden muss.

Dabei wird übersehen, dass das Nebeneinander verschiedener Sprachen längst – oder, richtiger: immer schon – zur Lebenswirklichkeit der meisten Menschen gehört. Mehrsprachigkeit ist keine sprachliche Randerscheinung, sondern der Normalfall, auch wenn das oftmals nicht so wahrgenommen wird. Die meisten Mehrsprachigen bewerten ihre Mehrsprachigkeit dabei sehr positiv, sehen also eher den Nutzen und die Chancen vielfältiger sprachlicher Fähigkeiten als eventuelle Probleme.

Auch an der CAU gehört sprachliche Vielfalt für viele von uns zum Alltag. Ob wir mit mehreren Sprachen aufgewachsen sind, mehrere Sprachen in der Schule gelernt haben, beruflich englische Texte lesen und schreiben oder uns wissenschaftlich mit Sprachen auseinandersetzen – mehrere Sprachen sind ein selbstverständlicher Teil der universitären Lebens- und Arbeitswelt.

In Zusammenarbeit mit dem Präsidium untersuchten wir nun erstmals in einer anonymen Umfrage, welche Sprachen wir alle – Studierende sowie wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Beschäftigte der CAU Kiel – in welchen Lebens- und Arbeitsbereichen verwenden. Wie sprechen wir im privaten Umfeld, welche Sprachen verwenden wir an unseren Instituten, wie sieht unser wissenschaftliches Sprachenspektrum aus? Die Ergebnisse bieten dabei auch eine Grundlage für die Diskussion darüber, welchen Stellenwert Deutsch und andere Sprachen, aber auch sprachliche Vielfalt an sich an der Universität künftig haben werden – und sollen.

Die Umfrage ist nun abgeschlossen. Die Ergebnisse werden Ende September an dieser Stelle veröffentlicht.

Bei Fragen erreichen Sie uns per Mail über mehrsprachigkeit@email.uni-kiel.de.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Steffen Höder (Institut für Skandinavistik, Frisistik und Allgemeine Sprachwissenschaft)

Prof. Dr. Inger Petersen (Germanistisches Seminar)

 

English Version

Multilingualism at the University of Kiel: A Survey

“One speaks German in Germany” - this statement reflects the linguistic situation in Germany only partly. In today’s discussion about refugees and immigration, the usage of other languages other than German is mostly seen as an obstacle to integration that has to be overcome. This view, however, neglects the fact that Germany has always been a multilingual country. Even though multilingualism is commonly believed to be an exception, it is actually a normality. In addition, most speakers of multiple languages value their multilingualism highly and see their language skills as advantageous.

At the University of Kiel multilingualism is an everyday reality, too. We all were for example raised with multiple languages, learnt new languages at school, read and write English texts at work, or study languages. Multiple languages play an important role in our day-to-day life and in the academic environment.

In cooperation with the university board we conducted for the first time an anonymous survey about these languages. The survey was addressed to all students and all employees (scientific as well as non-scientific) of the University of Kiel. Which languages do we use at home, on campus, and for communication within the scientific community?

As the survey has been completed by now, the results will be published here approximatley by the end of September.

The outcome of the survey can serve as a starting point for the discussion about our language policy at the university.

For any questions, please contact us at mehrsprachigkeit@email.uni-kiel.de.

Thank you in advance,

Prof. Höder (Institute of Scandinavian Studies, Frisian Studies and General Linguistics)

Prof. Petersen (Institute of German Studies)